Bei Risiken oder Nebenwirkungen fragen Sie… Ja, wen denn eigentlich, wenn es um die Digitalisierung oder neue Technologien geht? Was tun, wenn Handys krank machen?

Die Ablenkung durch den Blick auf das Smartphone und die Unachtsamkeit für das Umfeld führen immer häufiger zu schweren Unfällen.

Ein Fußgänger tippt in sein Handy und läuft gegen eine Laterne. Zwei Jugendliche stoßen mit dem Blick auf ihr Handy beim Gehen zusammen. Ein Mann läuft mit dem Blick auf das Handy direkt auf eine Treppe zu und fällt hinunter.

In solchen, oft lustig erscheinenden YouTube Filmchen werden Missgeschicke und Unfälle im Umgang mit Handys dargestellt. Doch so harmlos geht es nicht immer ab.

Selfie um jeden Preis

Hier birgt vor allem der Selfie-Trend ein immer größer werdendes Gefahrenpotenzial. Was anfänglich noch Angie in der Kabine mit unserem National-Poldi war, ist mittlerweile ein allgegenwärtiger Trend, der stetig um sich greift.

Wenn in Nationalparks Besucher zuerst das Handy für ein Selfie zücken, wenn ein Bär in die Nähe kommt oder Bison- und Elchherden nicht mehr als wilde Tiere mit dem nötigen Respekt und Vorsicht behandelt werden, dann ist dies höchst alarmierend. Immer geht es dabei um möglichst spektakuläre Selfies.

Es müssen aber nicht gleich wilde Tiere sein, die das Selfie zu einer extrem gefährlichen Angelegenheit machen. Auch bei Rennrad-Straßenrennen oder beim Ralley Sport begeben sich die Zuschauer am Straßenrand immer wieder in gefährliche Lagen um das ultimative Selfie zu ergattern. In manchen Fällen waren die Selfie-Jäger auch am Bahnsteig zu unvorsichtig und konnten dem Fahrtwind des herannahenden Zuges nicht mehr entkommen.

Die Jagd nach Klicks und der Quotenhype lassen leider den gesunden Menschenverstand und die gebotene Vorsicht oft vergessen. So erscheint die Pressemeldung, dass weltweit mehr Menschen durch Selfies, als durch Haiattacken sterben, nicht mehr abwegig.

Diese sicherlich tragischen Unglücksfälle sind aber nur eine Möglichkeit wie uns Handys gefährlich werden können.

Erreichbarkeit ist Segen und Fluch

Bereits heute fühlen sich viele Menschen gestresst von den digitalen Alleskönnern und wünschen sich mehr Abstand von den allgegenwärtigen Begleitern. Nach aktuellen Studien besteht im Bundesdurchschnitt über 1.500 mal ein Kontakt mit dem Handy – pro Woche! Jedes Summen und vibrieren löst eine Reaktion aus, die unweigerlich den Griff oder zumindest den Blick auf das Handy richtet.

Diese stetige Präsenz und dauernde digitale Erreichbarkeit auf allen Kanälen verursachen oft Ruhelosigkeit und Dauerstress.

Wie können wir mit diesem zunehmenden Stressfaktor umgehen?

Glücklicherweise bieten hier die Geräte selbst eine gute Möglichkeit um sich Ruhepausen zu verschaffen. Technische Einstellungen wie orts- und uhrzeitbezogene Einstellungen damit z.B. zu Hause oder um 22 Uhr bestimmte Mailkonten nicht mehr synchronisiert werden, bieten dauerhafte Ruhepausen. Darüber hinaus gibt es etwa ein Dutzend weitere Einstellmöglichkeiten, durch die man selbst entscheiden kann, ob und wann man Nachrichten erhalten und anschauen möchte.

So sind immer die Nutzer selbst aufgefordert, den Umgang mit digitalen Geräten zu gestalten und zu begrenzen, damit es ein Hilfsmittel bleibt und keine Belastung wird.

Nachdem das Smartphones mittlerweile in fast allen Lebenslagen Einzug gehalten hat, ist dies jedoch ein schwieriges Unterfangen.  Um eine schleichende Zunahme zu vermeiden, wird man sich die Frage immer und immer wieder stellen müssen, wieviel Handyeinsatz jeden Tag nötig und wieviel bereits schädlich ist.

Die Erwartungshaltung jedenfalls, was Reaktionszeiten anbelangt, hat in den letzten Jahren deutlich und ungesund zugenommen. Darum ist ein regelmäßiges Überprüfen, was wirklich dringend ist und was etwas Zeit hat, nicht nur in der Firma, sondern auch für unsere Gesundheit wichtig.

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