Die im dritten Jahr in Folge durchgeführte Studie „Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0“ befragte mehr als 250 Vorstände und Geschäftsführer zum digitalen Wandel und zeigt, wie die Möglichkeiten im Unternehmen ausgeschöpft werden können.

Potenzial der Digitalisierung erkannt?

Die von der creditshelf Aktiengesellschaft und TU Darmstadt gemeinsam durchgeführte Mittelstandsstudie ergab, dass 53 Prozent der deutschen Industrieunternehmen die an ihre Kunden ausgelieferten Produkte teilweise so ausrüsten, dass Ihnen die wichtigsten Betriebsdaten zur Verfügung stehen und im Rahmen von Service- und Wartungsverträgen genutzt werden. Eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren – 2018 lag der Wert noch bei 44 Prozent, 2017 nutzten sogar nur 34 Prozent der Unternehmen solche Daten.

Nutzung von Daten in deutschen Industrieunternehmen
Gut die Hälfte der deutschen Industrieunternehmen nutzen über seine Produkte erhobene Daten für Service- und Wartungsleistungen.

Die enormen Steigerungsraten zeigen, dass für eine Vielzahl der Betriebe „Industrie 4.0“ längst kein Fremdwort mehr ist, sondern gelebte Realität. Man könnte sagen, das Internet der Dinge hat den industriellen Mittelstand erreicht.

Cloud ersetzt Computer

Tastsächlich schöpfen eine Vielzahl der Unternehmen das Potenzial der Digitalisierung zunehmend mehr aus. Dabei nimmt der Datenaustausch zwischen einzelnen Fertigungsanlagen und IT-Systemen in den kommenden weiter zu. Viele Unternehmen befinden sich aktuell in einer Planungsphase, so die Ergebnisse der Mittelstands-Studie.

29 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass die Nutzung bisher nur in Einzelfällen erfolgt, bei weiteren 9 Prozent ist die Einführung solcher Technologien bereits in Planung. Nur eine Minderheit stellte sich ablehnend gegenüber der Möglichkeit, Betriebsdaten über einen maschinellen Datenaustausch zu bekommen. Dabei halten 7 Prozent der befragten Unternehmen die zunehmende Digitalisierung interessant, aber ihre Umsetzung noch zu fern in der Zukunft liegend und lediglich 2 Prozent halten den Einsatz von Technologie für nicht sinnvoll.

Die industrielle Revolution

Aus der Studie geht hervor, dass auch die produzierenden Unternehmen selbst gewillt sind, sich als Datenquelle zu öffnen. 76 Prozent der Unternehmen nutzen Anlagen, Maschinen oder Geräte, die Informationen im Rahmen von Service- und Wartungsverträgen an den Hersteller liefern.

Als Teil einer Industrierevolution wissen jene Unternehmen um die Vorteile eines schnellen, unkomplizierten Informationsaustauschs. Dabei versetzen die laufenden Nutzungsdaten den Anlagenbauer in die Lage, mögliche Probleme oder Ausfallzeiten frühzeitig zu erkennen. Ein Vorteil – denn noch bevor eine Krise oder ein Produktionsstopp eintritt, kann so frühzeitig gegengesteuert werden.

Eine reibungslose Produktion im laufenden Betrieb steht laut der aktuellen Mittelstandsstudie auch in enger Verbindung zum Thema Finanzierung. Denn die Planungssicherheit eines Unternehmens kann sich positiv auf das Rating bezüglich der Kreditwürdigkeit auswirken. Damit ergäbe sich für die Betriebe auch ein Vorteil bei der Finanzierung künftiger Investitionsprojekte.

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