Innovationen können Unternehmen im Wettbewerb unterstützen und helfen, die Profitabilität zu sichern. Doch häufig treten Widerstände auf. Drei davon sollten Sie in Ihrem Innovationsmanagement berücksichtigen.

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Innovationen und Innovationsmanagement sind wichtige Bausteine für den Erfolg in der digitalen Transformation. Doch selbst die beste Innovation hat keinen Erfolg, wenn sie dem Kunden nicht gefällt oder von der Konkurrenz zu schnell imitiert wird.

Drei Widerstände gegen Innovationserfolg

Unternehmen sollten die folgenden drei Arten von gegen Innovationen kennen und ihnen durch aktives Innovationsmanagement begegnen:

  1. Widerstand der Kunden,
  2. Widerstand der Wettbewerber und
  3. Interne Widerstände.

1. Widerstand der Kunden

Widerstand von Kunden ist deutlich messbar, denn er wirkt sich dieser direkt auf den Umsatz eines Unternehmens aus. Werden Kundenerwartungen nicht erfüllt, sinken erst die Kundenzufriedenheit und dann der Umsatz. Auch ein falsch gewählter Zeitpunkt für den Markteintritt kann Widerstand hervorrufen. Wird zum Beispiel ein unausgereiftes Produkt angeboten, werden sich Kunden aktiv gegen eine Nutzung entscheiden.

Auch das technische Umfeld sollte einen gewissen Reifegrad erreicht haben, bevor eine Innovation erfolgreich adaptiert wird. Beispiele belegen dies:

  • So hat Microsoft Tablets und Smartwatches schon mehr als 10 Jahre vor Apple entwickelt – allerdings erfolglos.
  • General Motors versuchte den Markteintritt in die E-Mobility bereits 1996 – ebenfalls am Kunden vorbei.

Kundenbedürfnisse müssen tiefgehend verstanden sein und bereits in der Entwicklung berücksichtigt werden. Mittels innovativer Methoden, wie dem Design Thinking, kann verhindert werden, dass Produkte und Services angeboten werden, die den Bedürfnissen der Kunden nicht entsprechen.

2. Widerstand der Wettbewerber

Wettbewerber werden meistens versuchen, den Erfolg einer Innovation einzudämmen oder einen Teil vom Kuchen abzubekommen. Imitationen sind ein beliebtes Mittel dieser so genannten „Second Mover“. Innovationsnachzügler wollen Entwicklungskosten sparen und mit niedrigeren Preisen in einen neu eröffneten Markt einsteigen. Außerdem ist bei einem späteren Eintritt meist mehr Wissen über die Bedürfnisse am Markt verfügbar. So nutzen zum Beispiel Sony, Nintendo und Microsoft den Second-Mover-Vorteil vor etlichen Jahren um Pionier Atari vom Thron der Gaming-Branche zu stoßen.

Radikal denkende Unternehmen sollten sich durch derartige Beispiele allerdings nicht von der Innovationsförderung abbringen lassen. Die Anmeldung von Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern sowie ein starkes Image als Pionier schwächen Second Mover.

Ein weiteres probates Mittel ist zudem der Aufbau einer initialen Zielgruppe, um für diese Kunden Lock-in-Effekte zu schaffen und so die Abwanderungsrate zu reduzieren.

Je höher die Wechselkosten für die Kunden, desto größer der Vorteil der First Mover. Werden derartige Faktoren in einem agilen Innovationsprozess berücksichtigt, lässt sich die Gefahr der Imitation durch die Konkurrenz enorm eindämmen.

3. Interne Widerstände

Vielfach liegen die größten Innovationswiderstände nicht außerhalb sondern innerhalb eines Unternehmens. So hemmen zwischenmenschliche Konflikte nachweislich die Kreativität. Und eine Angstkultur, die keine Fehler toleriert, bietet keine Grundlage, neue Ideen systematisch zukunftsweise zu entwickeln und zu fördern.

Mitarbeiter, die Angst um ihren Status, Einfluss und ihre Ressourcen haben, werden innovative Ansätze nicht fördern, wenn diese ihre Position negativ beeinflussen können. Sie halten stattdessen am Status quo und an kurzfristigen Zielen fest, da „eigentlich alles gut läuft“. Ein vielfach zitiertes Beispiel ist Kodak. Ignoranz auf den höchsten Managementebenen führte dazu, dass der ehemalige Weltmarktführer 2012 Insolvenz anmelden musste.

Unternehmen, die nachhaltig innovativ sein wollen, benötigen deshalb eine positive Einstellung zur Veränderung und Manager die Kunst, zuversichtlich zu zweifeln. Beides muss kulturell verankert werden. Im operativen Innovationsmanagement können Kreativworkshops dabei helfen, neue Impulse in tradierten Umgebungen zu setzen.

Weitere Widerstände, die Innovationen erschweren

Neben den drei genannten gibt es noch weitere Widerstände, die Innovationen den Erfolg erschweren:

  • Beispielsweise verhindern organisatorische Widerstände wie starre Hierarchien und lange Entscheidungswege das Leben einer innovativen Unternehmenskultur.
  • Bei der Investitionsentscheidung für radikale Innovationen, bei denen anfangs meist bewusst Verluste akzeptiert werden müssen, treten oft finanziell begründete Widerstände von Stakeholdern mit kurzfristigen Umsatzzielen auf.
  • Ökologische Widerstände entstehen, wenn eine Innovation ungeahnte ökologische Folgen mit sich bringen kann, die das Image einer Unternehmung in Gefahr bringen.

Widerstände sind demnach unvermeidbare Begleiterscheinungen im Innovationsmanagement und sollten als solche akzeptiert und beobachtet werden. Ein aktiver und systematischer Umgang mit den Widerständen mittels Checklisten und agilen Prozessen hilft, Show Stopper zu erkennen, Barrieren zu umgehen und im Ergebnis Innovationsfreude aufkommen zu lassen. Oder, wie Goethe bereits erkannte: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“.

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