Digitalisierung lohnt sich! Eine aktuelle Untersuchung des deutschen Mittelstandes zeigt, dass ein hoher Digitalisierungsgrad messbar den Geschäftserfolg steigert. Dabei lassen sich vier Unternehmenstypen unterscheiden.

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Mittelständische Unternehmen befinden sich mitten im Prozess der digitalen Transformation. Vielfach besteht allerdings noch Unsicherheit, ob sich der damit verbundene Aufwand tatsächlich lohnt. Eine empirische Untersuchung von Prof. Dr. Kai Buehler an der Rheinische Fachhochschule Köln und des Beratungsunternehmens Mind Digital haben nun den wissenschaftlichen Nachweis erbracht, dass Digitalisierung erfolgreicher macht.

Die Studie hat den digitalen Reifegrad von mittelständischen Unternehmen ermittelt und untersucht, wie sich dieser auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad vermelden demnach im Durchschnitt ein Gewinnwachstum von knapp 20 Prozent. Je digitaler Prozesse, Produkte und Services sind, desto besser ist der Umsatz und Gewinn. Der wirtschaftliche Erfolg ist also tatsächlich messbar.

Vier Unternehmens-Cluster in der Digitalisierung

In der Studie werden vier Cluster von Unternehmen identifiziert, die sich im Grad der Digitalisierung und den Ergebnissen deutlich unterscheiden:

  • Digitale Starter;
  • Digitale Operation Excellence Experten;
  • Digitale Customer Experience Experten und
  • Digitale Leader.
Vier Cluster der Digitalisierung im Mittelstand
Vier unterschiedliche Cluster verdeutlichen den Erfolg der digitalen Transformation im Mittelstand.

Digitale Starter

Rund 30 Prozent der Unternehmen können als „Digitale Starter“ bezeichnet werden. Ihre inkrementellen Digitalisierungsmaßnahmen sind weder in ein Zielbild noch in eine Strategie für die digitale Transformation eingebunden. Es gibt keine übergreifende Führung und keine aktive Steuerung der Digitalisierungsmaßnahmen.

Digitale Starter weisen lediglich drei Prozent Umsatzsteigerung und 1,7 Prozent Gewinnwachstum auf.

Digitale Operation Excellence Experten

Viele mittelständische Unternehmen beginnen ihren Weg in die Digitalisierung mit Kosten- und Prozessoptimierung. Neue Geschäftsmodelle und digitale Produktinnovationen gehören noch nicht zu den Zielen. Diese Unternehmen erzielen Produktivitätsgewinne vor allem durch neue digitale Prozesse, indem sie agile Projektmethoden nutzen und klare Ziele definiert haben. Kosten- und Prozessoptimierung haben Priorität.

Digitale Operation Excellence Experten weisen Umsatzsteigerungen von durchschnittlich 8,8 Prozent und ein Ergebniswachstum von 5,8 Prozent auf.

Digitale Customer Experience Experten

Bei den Digitalen Customer Experience Experten stehen vor allem Kundennähe und Kundenerlebnisse auf der digitalen Agenda. Durch Online-Kundenportale, E-Services und E-Support gelingt es ihnen, Kunden enger an sich zu binden und – im Vergleich zu Offline-Vertriebswegen – mehr Neukunden zu gewinnen.

Ihre Umsätze sind im Durchschnitt um 9,4 Prozent höher und ihre Gewinne um 6,8 Prozent.

Digitale Leader

„Digitale Leader“ machen etwa ein Viertel der befragten Unternehmen aus. Sie setzen auf kulturellen Wandel, digitale Managementmethoden und Transparenz und verfügen bereits über Kompetenzen, um neue Geschäftsmodelle zu etablieren und echte Kundenerlebnisse zu gestalten.

Sie realisieren das höchste Umsatz- und Gewinnwachstum. Ihr durchschnittliches Umsatzwachstum beträgt 12,8 Prozent und ihr Gewinnwachstum 19,8 Prozent.

Was Mittelständler für die digitale Transformation lernen können

„Unternehmen müssen bei der Digitalisierung ganz neue Muskeln trainieren“

Prof. Dr. Kai Buehler, Rheinische Fachhochschule Köln.

Die Studie zeigt, dass erst knapp ein Drittel der Studienteilnehmer digitale Expertise im Unternehmen aufbauen konnte. Entwicklungs-Potenzial besteht vor allem beim E-Commerce, der digitalen Kaufberatung sowie im digitalen After-Sales-Support.

Noch stehen bei vielen Betrieben Kosteneffizienz und Prozessoptimierung im Zentrum der Aktivitäten. Mittelständler sollten sich in Zukunft stärker auf Kundenzufriedenheit, Produktinnovationen sowie Umsatz- und Gewinnsteigerung fokussieren.

Auch die Steuerungsmechanismen der Digitalisierung gilt es zum Teil noch zu verbessern. Damit sind vor allem die Vernetzung der Digital- mit der Unternehmensstrategie und die Etablierung neuer Kennzahlen zur Erfolgsmessung gemeint. Hierzu muss unter anderem die Inhouse-Expertise deutlich verbessert werden.

In der Studie werden neben Strategien erfolgreicher mittelständischer Digitalisierer und den zentralen Handlungsfeldern auch Tools sowie disruptive Trends und Technologien vorgestellt.

Die Studie „Digitale Dividende im Mittelstand“ können Sie hier direkt herunterladen.

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