Die Digitalisierung bietet nicht nur Chancen, sondern birgt auch Risiken. Doch vor allem kleinere Mittelständler unterschätzen häufig die Gefahren durch Cyberkriminalität, wie eine aktuelle Studie zeigt.

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Wie das Bundesamt für Verfassungsschutz vor kurzem mitteilte, ist mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland in den vergangenen beiden Jahren Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Durch Cyberkriminalität ist demnach ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro pro Jahr entstanden.

Cyber-Attacken sind alltägliche Bedrohung

Cyber-Attacken sind längst zur alltäglichen Bedrohung mit realen Schadensfolgen geworden. Internetkriminalität ist damit eine Herausforderung, der sich Unternehmen und Verwaltungen stellen müssen.

„Sicherheit in diesem Bereich ist eine Fiktion“

Reiner Ramacher, Bereichsvorstand Postbank

Dennoch führt auch für mittelständische Unternehmen kein Weg an der Digitalisierung vorbei. Kostenoptimierung, Verbesserung von Arbeitsabläufen, aber auch Anforderungen von Kunden und Lieferanten zwingen die Unternehmen, sich der Digitalisierung zu öffnen und so ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Kleine Unternehmen unterschätzen Cyberkriminalität

Nach einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmen Statista im Auftrag der Postbank hält eine Mehrheit von 72 Prozent der Führungskräfte die Informationssicherheit beim eigenen Unternehmen für eine wichtige Aufgabe. Es gehe dabei vor allem um Sicherheit, Schutz und Vertraulichkeit von Daten.

Informationssicherheit und Digitalisierung
Eine hohe Informationssicherheit muss innerhalb der digitalen Transformation Priorität haben.

Vor allem größere Mittelständler haben die Gefahren durch Datendiebstahl und Cyberkriminalität erkannt. 72 Prozent der befragten Führungskräfte größerer mittelständischer Unternehmen mit Umsätzen ab 50 Millionen Euro geben an, aktuell hohe Beträge in die Informationssicherheit zu investieren. Im gesamten Mittelstand sind es nur 63 Prozent.

Allerdings scheinen vor allem kleinere Unternehmen mit einem Umsatz von zwei bis zehn Millionen Euro das Risiko, das von Internetangriffen ausgeht, zu unterschätzen. Weniger als 60 Prozent investieren hier stark oder sehr stark in die Informationssicherheit. Bei den Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz sind es 71,8 Prozent.

Informationssicherheit muss Teil der Digitalisierung sein

Grund hierfür könnten fehlende Informationen und Unsicherheit bei der Auswahl der eingesetzten Technologien sein. Gefährlich ist dies besonders, weil das Risikobewusstsein faktisch hinter der realen Gefährdung hinterherhinkt.

Investitionen in die Informationssicherheit müssen jedoch ganz oben auf der Maßnahmenliste zur digitalen Transformation stehen, unabhängig von Branche, Größe oder Umsatz eines Unternehmens.

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